Fed-Cup: Niederlage für Polen
Polnische Tennisdamen verloren in Bydgoszcz gegen die belgische Nationalmannschaft mit 2:3 im Spiel der ersten Runde der zweiten Weltgruppe vom Fed-Cup. Die Polinnen müssen nun um die Zugehörigkeit zur Weltgruppe der acht besten Teams in einem Relegationsspiel kämpfen.
Nach den Einzel-Spielen, die am Samstag, 6. Februar, stattfanden, stand es im Spiel Polen gegen Belgien 1:1. Am Sonntag, 7. Februar, spielten die Spitzenspielerinnen der beiden Nationalmannschaften Agnieszka Radwańska und Yanina Wickmayer gegeneinander. Schon am Anfang servierten die Tennisspielerinnen den Zuschauern wohl das längste Game des Wochenendes, das neun Minuten lang dauerte. Dann ergriff Radwańska die Initiative, verlor selten die Bälle, setzte die Gegnerin in die Defensive und hatte den besseren Aufschlag.
Auch am Anfang des zweiten Satzes zeigte die Polin eine starke Leistung. Sie lag schon mit 3:0 in Führung, als die Gegnerin den Aufholjagd begann. Wickmayer gelang es, den Spielstand auszugleichen, indem sie drei Asse servierte. Der zweite Satz musste letztendlich im Tie-Break entscheiden werden. Radwańska führte schon mit 5:2, konnte aber den Satz für sich nicht entscheiden und verlor mit 6:8.
Im dritten Satz gab es Breaks auf den beiden Seiten. Radwańska ging in Führung mit 5:4, musste sich aber nach zwei Stunden und 58 Minuten im Satz und im ganzen Spiel mit 6:1, 6:7 (6-8), 5:7 geschlagen geben. – Es ist schwer zu sagen, ob ich das Spiel verloren, oder ob sie es gewonnen hat. Wir beide hatten unsere Chancen und spielten sehr gut. Ich glaube, das Spiel war der zwei Spielerinnen aus der Top-20 der Welt würdig – sagte die ältere der beiden Radwańska Schwestern nach dem Spiel.
Im zweiten Spiel am Sonntag spielten Marta Domachowska und Kirsten Flipkens. Die Polin begann sehr schwach und gewann ihr erstes Game erst beim Spielstand von 0:5. Dann holte sie noch zwei weitere Games. Dies reichte aber nicht, um den ganzen Satz für sich zu entscheiden und sie verlor mit 3:6.
Im zweiten Satz wurden fast alle Games sehr ausgeglichen. Beim Stand von 6:5 wehrte die Belgierin zwei Satzbälle ab und rettete sich in den Tie-Break, in dem sie Domachowska mit 8:6 besiegte. Mit diesem Sieg sicherte Flipkens der belgischen Nationalmannschaft den Gesamtsieg und gleichzeitig den Einzug ins Halbfinale.
In dieser Situation war das Doppel-Spiel ohne Bedeutung. Der Sieg von Klaudia Jans und Alicja Rosolska gegen das Teenager-Paar Sofie Oyen und An-Sofie Mestach mit 6:3, 3:6, 6:1 war nur ein kleines Trostpflaster.


Spielbericht vom Samstag (6. Februar):
Der Beginn des Spiels Domachowska gegen Wickmayer widersprach der aktuellen WTA-Weltrangliste. Domachowska, die als Nummer 135 im WTA-Ranking um 120 Plätze schlechter platziert ist, kämpfte tapfer und gewann die meisten längeren Ballwechsel. Dank besseren Returns konnte sie nach 40 Minuten den ersten Satz für sich entscheiden. In der zweiten Partie ergriff die Belgierin die Initiative und gewann glatt mit 6:1. Den dritten Satz begann Domachowska viel besser. Im ersten Game gewann sie zu Null. Letztendlich war das aber zu wenig. Beim Stand 5:3 verwandelte Wickmayer den ersten Matchball und holte nach knapp 2 Stunden den ersten Punkt für Belgien. – Ich habe heute alles gegeben. Ich bedaure es sehr, dass ich nicht gewonnen habe, aber das war alles, was ich heute leisten konnte – sagte Domachowska nach dem Spiel.
In der zweiten Partie des Tages spielte die zurzeit beste polnische Tennisspielerin Agnieszka Radwańska (9. Platz in der WTA-Rangliste) gegen Kirsten Flipkens (81. Platz). Wie erwartet hatte die Polin das Spiel von Anfang an unter Kontrolle. Nach einem Break trotz 40:0-Führung im ersten Game des zweiten Satzes spielte Radwańska plötzlich nicht mehr so souverän wie früher (was sie auch nach dem Spiel selbst zugab). Fast jedes Game war ausgeglichen, deshalb musste der Satz erst im Tiebreak entschieden werden. Im Tiebreak beim Stand von 2:2 ist Flipkens ausgerutscht und musste vom belgischen Arzt behandelt werden. Nach einer minutenlangen Unterbrechung kehrten die beiden Spielerinnen aufs Spielfeld zurück. Die Belgierin wehrte zwar den ersten Matchball ab, war aber beim zweiten chancenlos und verlor somit das ganze Spiel.
